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Bewässerung des Gemüsebeets

Wasser ist für Pflanzen überlebenswichtig. Es löst und transportiert Nährstoffe, sorgt für Abkühlung und stabilisiert die Pflanze durch Aufrechterhaltung des Turgordrucks. Ob dein Balkon überdacht ist oder nicht spielt bei der Bewässerung deines Gemüsebeets auf dem Balkon keine große Rolle. Wie oft und wie viel die Pflanzen zu gießen sind ist bei beiden Balkonvarianten ähnlich. Das kommt daher, dass die Blätter, besonders bei üppigem Blattwerk, einen Großteil des Regenwasser zur Seite ableiten und der Wurzelbereich der Pflanze somit auch bei Regen kaum Wasser abbekommt. 

„Turgor(druck)“: Druck, den der Zellsaft innerhalb einer Pflanzenzelle auf die Zellwand ausübt.

Was muss ich bei der Bewässerung meines Gemüsebeets beachten?

1. Gieße am besten morgens

Gerade im Sommer kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Gieße am besten morgens oder abends, wenn das Substrat noch kühl ist. Zwischen 5 und 6 Uhr am Morgen verdunstet z.B. bis zu 80 % weniger Wasser als zur Mittagszeit. Vermeide die Mittagszeit und gieße nicht bei starker Sonneneinstrahlung. Nicht nur verdunstet ein Großteil des Gießwassers, auch können Pflanzen besonders bei Übergießen der Blätter, Verbrennungen erleiden. Die morgendliche Bewässerung verringert zudem das Risiko von Pilzkrankheiten bzw. Schneckenbefall, da die Pflanzen tagsüber gut abtrocknen können.

2. Bewässere deine Pflanzen gezielt

Vermeide es, großflächig über die Pflanze zu brausen. Dadurch wird das Wasser über die Blätter weggeleitet und verdunstet, ehe es an die Wurzeln gelangt. Auch begünstigen nasse Blätter Pilzkrankheiten. Bewässere stattdessen gezielt den Wurzelbereich deiner Pflanze.

3. Gieße etappenweise

Gieße nicht zu viel auf einmal, sondern nur so viel, wie die Erde aufnehmen kann. Warte ein wenig nach dem ersten Gießgang und lasse das Wasser versickern. Gieße dann kräftig nach. 

4. Verwende Regenwasser oder (abgestandenes) Leitungswasser

Zur Bewässerung eignet sich neben Regenwasser auch Leitungswasser. Fülle das Leitungswasser am besten in mehrere Gießkannen ab und lasse es für einige Zeit stehen. Dadurch setzt sich der Kalk ab und das Wasser wird gewärmt, was Pflanzen besser vertragen als kaltes Wasser.

5. Vermeide Staunässe

Stelle sicher, dass deine Kübel und Pflanzkästen Bodenlöcher haben, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Bei Verwendung eines Untersetzers, schütte Wasser, das sich nach dem Gießen ansammelt, weg, damit deine Pflanzen keine Wurzelfäulnis bekommen. Achte auch auf eine Draingeschicht in deinem Kübel.

Wie oft muss ich meine Pflanzen gießen?

Generell solltest du nach Bedarf gießen. Der Wasserbedarf hängt von der jeweiligen Pflanze, den vorliegenden Temperaturen und der verwendeten Kübelgröße ab. Auch darf die Erde vor der Keimung keinesfalls austrocknen, weshalb nach der Aussaat grundsätzlich mehr gegossen wird. Flachwurzler brauchen mehr Wasser, weil die oberen Bodenschichten rascher austrocknen. Schnell wachsendes Fruchtgemüse, das in kurzer Zeit viel Blattmasse entwickelt, hat ebenfalls einen höheren Wasserbedarf. Generell gilt, je größer die Blätter der Pflanze sind, desto mehr Wasser benötigt sie, da mehr Verdunstungsoberfläche vorhanden ist. Auch die Kübelgröße hat einen Einfluss auf die Gießmenge. Ein großer Topf stellt mehr Erdvolumen zur Verfügung, das mehr Wasser speichern kann als ein kleiner Kübel.

„Flachwurzler“: Kultursorten (z.B. Gurken), die in den oberen 15-20 cm des Bodens wurzeln.

Woher weiß ich, dass ich gießen muss?

Fingerprobe

Stecke deinen Finger oder einen Holzstab 3-5 cm tief in die Erde und überprüfe den Feuchtegrad der Erde. 

Beobachtung der Blätter

Pflanzen schützen sich vor Hitze, indem sie ihre Spaltöffnungen schließen und die Blätter hängen lassen, um die Verdunstungsoberfläche zu reduzieren. Deshalb kann es gut vorkommen, dass deine Pflanze tagsüber welke Blätter bekommt. Das heißt, aber nicht, dass du sofort gießen musst. Nur, wenn deine Pflanze morgens noch immer schlapp aussieht, ist das ein Zeichen, dass sie Wasser braucht.

Wie kann ich Gießintervalle reduzieren?

  • Verwende große Pflanzgefäße, in denen mehr Wasser gespeichert werden kann
  • Wähle Pflanzen, die wenig Wasser brauchen
  • Reichere dein Substrat mit Bentonit, Humus, Kompost und/oder Schafwolle an, um das Wasseraufnahme- und Wasserspeichervermögen zu verbessern
  • Bewässere gezielt den Wurzelbereich deiner Pflanzen
  • Hacke regelmäßig, um die verkrustete Erdoberfläche aufzulockern und Verdunstung bzw. oberflächliches Abfließen des Wassers zu verhindern
  • Bedecke den Boden mit einer Mulchschicht

„Substrat“: Meist industriell hergestelltes Gemisch aus verschiedenen mineralischen und organischen Ausgangsmaterialien, das zur Anzucht und Kultivierung von Pflanzen verwendet wird. 

Mulchen...

„Mulch“: Bodenabdeckung, die Feuchtigkeit länger im Erdreich hält und Beikräuter unterdrückt.

Was für Bewässerungshilfen gibt es?

Ollas

  • Tongefäße, die in heißen Regionen traditionell als Bewässerungsspeicher genutzt werden
  • Eignen sich v.a. für Pflanzen, deren Wurzeln zum Wasser hinwachsen können (z.B. Tomaten, Paprika)
  • Offenporiges Tonmaterial diffundiert Wasser langsam nach außen und wässert umgebende Pflanzen

Dochtbewässerung (bzw. Kapillarbewässerung)

  • Bewässerungsverfahren, das Pflanzen Wasser aus einem tiefer gelegenen Wasserreservoir über Dochte (z.B. Glasfaserdochte) durch Kapillarität zuführt
  • Je größer Abstand zwischen Wasserreservoir und Kontaktstelle des Dochtes im Substrat ist, umso geringer ist Wasserabgabemenge
  • Je größer die Differenzfeuchte zwischen nässerem Docht und trockenerem Substrat ist, umso mehr Wasser wird abgegeben

Tröpfchenbewässerung

  • Systeme für Kübelpflanzen bestehen meist aus einem Hauptschlauch bzw. -rohr mit diversen Abzweigungen, die mit Tropfdüsen verbunden sind
  • Sehr effizient, da gezielt gewässert werden kann und durch die langsame Abgabe Wasser besser in den Boden einsickert

Wasserspeichermatten

  • Speichern etwa das 6-fache ihres Eigengewichtes an Wasser 
  • Bestehen je nach Hersteller aus Vlies oder Polyurethanschaum
  • Sind in verschiedenen Größen erhältlich und können mit der Schere zugeschnitten werden

Mitglieder erhalten hier konkrete Informationen und eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung zur richtigen Bewässerung!

Hi, ich bin Lisa von Permapot. Ich baue seit 5 Jahren mein eigenes Gemüse in meinem kleinen Stadtgarten und Balkon an. Mit Permapot möchte ich euch den Einstieg in das urbane Gärtnern einfacher machen!

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